Buchempfehlungen
für Wien
Endzeitalter
Tonio Schachingers Coming-of-Age-Geschichte über einen Schüler des Wiener Theresianiums ist ausgesprochen humorvoll, wabert vor urwienerischen Begriffen und ist auch dank Age of Empires herrlich zeitlos.
Endlich Kokain
Die Geschichte eines politisch korrekten Spießers vom armen Schwein zum It-Man der Kunst- und Medienszene – dank Kokain! Ein furioser Anti-Entwicklungsroman im Strudel dekadenter Abenteuer.
Rainer Sladek
Die Welt von Gestern
Als Wiener Kronzeuge und begeisterter Europäer schreibt Stefan Zweig sehnsüchtig über die Glanzzeiten des alten Kontinents bis er im Höllenfeuer des 2. Weltkriegs versank.
Stefan Zweigs „Die Welt von Gestern“ ist ein wunderbares Erzählwerk, das zur prächtigen Grundmelancholie Wiens beiträgt die diese Stadt so unverkennbar macht.
Valentin Postlmayr
Todesarten Zyklus
Der Nachlass der Sphinx der neueren Literaturgeschichte schreibt gegen die Vergangenheitsaufarbeitung an.
Bachmann erforscht den abgrundtiefen Krieg und die Nachkriegszeit Europas und Österreichs und seiner Sprachen und Gedanken in einer Weise, die nur in ihren Worten beschrieben und eingeordnet werden kann, Daher ist es schwer, etwas darüber zu sagen. Ich fühle tiefste Liebe für und größte Angst vor ihr.
Paul Feigelfeld
Der Mann ohne Eigenschaften
Im Mittelpunkt der in der österreichisch-ungarischen Doppelmonarchie angesetzten Handlung steht Ulrich, ein junger Intellektueller in Wien, auf der Suche nach sinnvoller und ihn ausfüllender beruflicher und privater Existenz. Die Titelfigur wird zum „Mann ohne Eigenschaften“, indem sie sich zu nichts ernsthaft bekennen mag und sich jeder Festlegung im eigenen Leben entzieht, um sich für neue Optionen und Konstellationen offen zu halten.
Holger Liebs
Heldenplatz
Der größte Theaterskandal in der Geschichte der Zweiten Republik – eine „Weltkomödie“, in der Österreich sich selbst inszenierte. Im besten Bernhard'schen Sinn.
Ein Soziogramm einer untergegangenen Welt. Aus Tagebüchern, Briefen, Zeitzeugen-Erinnerungen und Dokumenten aus Wiener Archiven zusammengestellt, erzählt Tim Bonyhady vom Leben seiner Vorfahren, einer Wiener jüdischen Dynastie, und der Kunstszene um 1900.
Vienna
Ein großer Familienroman, der anekdotisch vom Geschick eines katholisch-jüdischen Familienclans in Wien erzählt.