Buchempfehlungen
für New York
Das Jahr magischen Denkens
Mit Brillanz und intellektueller Schärfe erzählt Joan Didion von unser aller Aufbegehren gegen den Tod und schreibt davon, was Trauer bedeutet.
This book focuses on a rather privileged and specific literary class that has inhabited New York City for ages. It is an elegant exploration of what happens when people who are very used to only thinking are faced with having to feel. It also reminds us that no one is immune to unexpected tragedies, to pain, to loss. It’s a masterpiece if you’re interested in watching the brain attempt to translate the heart.
Melissa Unger
Lunch Poems
New York Gedichte wie tiefsinnige Tweets. Diese Zeilen altern nicht.
Flaka Haliti
I Seem to Live
1950 drehten Jonas Mekas und sein Bruder in New York ihre ersten Experimentalfilme. Er entwickelte das Tagebuchfilmformat, in dem er seine alltäglichen Beobachtungen aufzeichnete. "I Seem To Live" ist eine Fortsetzung dieses Bestrebens und seines literarischen Schlüsselwerks.
Jonas Mekas New York Tagebuch beleuchtet nicht nur das Innenleben eines unglaublichen Künstlers und kulturellen Impresarios, die Schlüsselmomente und Akteure bei der Entwicklung seiner wegweisenden Ästhetik, sondern dokumentiert auch die Entwicklung der explosiven Kunstszene der Stadt. Jonas war Zeuge von Künstlern wie Andy Warhol, George Maciunas, Yoko Ono, Michael Snow und so vielen anderen, die mit neuen Formen des Kunstmachens experimentierten. Was wir heute als interdisziplinär betrachten, kam gerade erst in Sicht.
Kelly Taxter
Manhattan Transfer
Ein Urmeter der Moderne. Urknall des Großstadtromans. Die Erfüllung des New-York-Romans, bevor er zum Klischee seiner selbst wurde. (Die Welt)
Irgendwie faszinierte mich das Buch von Anfang an. Das war nicht selbstverständlich, denn ich musste es im Englisch Leistungskurs lesen. Noch dazu treten die verschiedenen Handlungsstränge vor dem Eindruck der Metropole vollkommen zurück: Eine dissonante Collage schonungslos ineinanderstoßender Fragmente des Großstadtlebens: Werbeslogans, Nachrichtensplitter, kurze Gesprächsfetzen, quietschende Reifen, beißende Gerüche. Letzteres habe ich mir eventuell auch nur eingebildet. Später studierte ich dann Architektur. Da sehe ich zwar keinen Zusammenhang, aber vielleicht ist er mir nur bis heute verborgen geblieben. Die Ursuppe der Grossstadtbeschreibung!
Winston Hampel
New York New York
Maeve Brennan ist berühmt für ihren scharfen Blick, und was sie sieht, Trauriges und Komisches, Alltägliches und Bizarres, fügt sich zu staunenswerten, unvergesslichen Geschichten. Von 1954 bis 1981 schrieb sie Kolumnen für den New Yorker. In der Rubrik 'The Talk of the Town' erzählt sie über ihr New York – über das Leben in den kleinen Restaurants, in den preiswerten Hotels, in den Parks und auf den belebten Straßen rund um den Times Square und im Greenwich Village.
Jeder, der eine besondere Beziehung zu New York hat sollte das lesen! Für den New Yorker schrieb Maeve Brennan alias The Long-Winded Lady zwischen 1954 und 1981 die Kolumne "Talk of the Town". New York New York ist die Sammlung ihrer Aufsätze. Über "die rücksichtsloseste, ehrgeizigste, verwirrendste, komischste, traurigste, kälteste und menschlichste Stadt".
Ricarda Messner
Chronic City
Die New Yorker Welt des Geldes, der Macht und der Kunst. Surreal überzogen und dabei seltsam vertraut. Großer Schriftsteller, großer Roman, das Buch der Nullerjahre.
Chronic Cities beschreibt die Stimmung ziemlich gut, in einem Viertel, in dem ich selten war, als ich in New York gewohnt habe, die Upper West Side. Es gibt wahnsinnig viele gute Charaktere und auch einen Tiger, der da durch New York spaziert, und es erinnert mich an meine Zeit in dieser Stadt, in der ich auch vieles nicht verstanden habe.
Martin Fengel
The Street
Die Geschichte über eine alleinerziehende schwarze Mutter, die mit wechselnden Jobs alles versucht, um sich und ihr Kind aus dem Elend ihrer trostlosen Straße in Harlem zu befreien. Der erste Roman einer Afroamerikanerin ist 1946 erschienen und zeigt Rassismus in all seinen Facetten.
Dieser Stoff hat bis heute nichts von seiner Dringlichkeit verloren.
Cedric Mpaka
Minor Characters
Johnsons Memoiren sind eine bewegende Chronik eines abenteuerlustigen und letztendlich einsamen Frau im New York der Beat Ära.
Johanna Adorján
Project for a Revolution in New York
Teils Prophezeiung, teils erotische Phantasie. In dieser Geschichte jenseitiger Verdorbenheit wird New York selbst als Protagonist porträtiert.
Die Stadt ist der Protagonist. Ein Labyrinth über Politik, Aktivismus, Kunst. Sehr verwandt mit dem Marquis de Sade. Dringend lesen!
Hans-Ulrich Obrist
Neu York
Der Roman um eine koloniale Stadt auf der Insel Manna-hata vor der amerikanischen Unabhängigkeit zu erkunden.
FX Karl
Just Kids
Der autobiografische Roman erzählt die bewegende Geschichte einer Freundschaft im New York der frühen Siebzigerjahre und von Smith's Aufstieg zu einer Ikone der Punk-Bewegung.
Sex, Liebe, Freundschaft, Kunst, Musik, Drogen, Janis Joplin, Chelsea Hotel... all das und viel mehr! Ich konnte mich so gut in das wilde New York der 60er versetzen - eine geile Zeit! Ich hab's geliebt!
Clara Kacinari
Der Mann, der alles isst
Der Alexander von Humboldt der Gastronomie. Urkomisch.
Der Autor war einst in der Satire Abteilung der New York Times, bis er die Stelle des neuen Food Journalisten angeboten bekommen hat. Steingarten fühlte sich berufen, war seiner Meinung nach aber zu engstirnig und behaftet von Vorurteilen in seiner Ernährung. Wie er sich im Prolog davon befreite ist das Buch bereits wert zu lesen. Der Rest sind die interessantesten und unterhaltsamsten Geschichten von der Optimierung allseits bekannter Klassiker, die Steingarten rund um die Welt und letztendlich immer zuhause in seiner Küche schreibt.
Klaus St. Rainer
Der Fänger im Roggen
Der Protagonist Holden Caulfield irrt drei Tage lang auf der Suche nach menschlicher Nähe und einer Zukunftsperspektive durch Manhattan.
Zumal ich diesen Roman ja irgendwie bereits kenne, da auf den Buchrücken oder in den Kritiken jedes zweiten Coming-of-Age Romans, früher oder später folgende Worte stehen: „Der Fänger im Roggen in LA“ oder „Der Fänger im Roggen der 80er“ „der 90er“ „…der Generation X… Y… Z“, „…für Mädchen.“ weiterlesen
Mariko Minoguchi
Die Interessanten
Meg Wolitzer "Die Interessanten" ist ein großer Roman über das Wesen der Kunst und der Freundschaft vor dem Panorama des Amerika der letzten vierzig Jahre.
Gloria von Bronewski
Wir sehen uns am Meer
Romeo und Julia heute: Eine unmögliche Liebesgeschichte zwischen einer Jüdin und einem Palästinenser im New Yorker Exil.
Ich bin beeindruckt ... ein präziser und eleganter Liebesroman, aufs Feinste gezeichnet.
Amos Oz
Die unsichtbaren Städte
Sowenig wie Marco Polo und Kublai Khan in diesem Buch historische Figuren sind, sowenig handelt es sich auch bei den Städten, die der fiktive Venezianer beschreibt, um reale Orte in der bewohnten Welt. Es sind vielmehr Tummelplätze der Imagination, die unter den Formen möglicher Städte nicht fehlen dürfen.
Ein Klassiker! Unmögliche Orte und ungerade Zeiten fliessen an einem vorbei. Calvino versteht es, eine Stadt mit viszeralen Details abzubilden. Für mich packt dieses Buch New York als eine Fantasie in einer Fantasie aus - die sich ständig ändert und sich daher niemals wirklich kennen kann.
Mitchell Joachim
Mond über Manhattan
Der Protagonist Marco Stanley Fogg wohnt in einer leeren Wohnung in Manhattan und hat insgeheim beschlossen, sich dem Chaos hinzugeben. Ein packendes Panorama der Weltstadt New York.
Einsamkeit ist das was uns wachsen lässt in Zeiten der Suche.
Jessica Dettinger
Die gleißende Welt
Mit "Die gleißende Welt" kehrt Siri Hustvedt in die New Yorker Kunstwelt zurück. Das Buch ist eine polyphone Tour de Force über die Macht von Vorurteilen, Begierde, Geld und Ruhm und das Patriarchat im Kunstbetrieb in der Zeit rund um 9/11.
Sie veröffentlicht ihre Kunstwerke, für die die Szene bis dato weitestgehend entweder gar keine Beachtung oder Spott übrig hat, unter der Identität dreier ausgewählter männlicher Künstler um somit die Kunstszene bloßzustellen und zu beweisen, dass das Geschlecht eine viel zu große Rolle spielt. weiterlesen
Ruscha Voormann
Von dieser Welt
James Baldwins autobiografischer Roman 'Von dieser Welt' (1953) gleicht einem Befreiungsschlag - für ihn selbst und für alle, die nach ihm kamen.
Schlaflose Nächte
Elizabeth Hardwick blättert in ihren Erinnerungen und gibt der Vergangenheit eine Stimme.
Schwarz und Weiss
Ein New York Roman, der als hemmungslose Satire eine scheiternde Liebesbeziehung und den unmöglichen amerikanischen Traum über 3 Jahrzehnten erzählt.
Letzte Ausfahrt Brooklyn
Gewalttätigkeit und Sex sind die Themen dieses Buches, sein Schauplatz Brooklyn, seine Helden Arme, Ausgestoßene und Mitglieder der Unterwelt.
Eine biographische Wanderschaft durch Jugenderinnerungen in New York.
The Lonely City: Adventures in the Art of Being Alone
Wie Kunst hilft, die Schönheit der Einsamkeit zu sehen.
And the Hippos Were Boiled in Their Tanks
Eine Kombination aus hartgesottenem Krimi und existentialistischer Klage. Dashiell Hammett trifft auf Albert Camus. Ein wesentliches Dokument der Beat-Generation.
Open City
Ein einsamer, aufmerksamer Wanderer begegnet bei seinen Rundgängen durch die Stadt dem multikulturellen New York und ihren unsichtbaren Geschichten.
Harlem Is Nowhere: A Journey to the Mecca of Black America
Eine Wallfahrt nach, ein Kniefall vor und ein Warnhinweis an Harlem. Rhodes-Pitt ehrt die Träumer, die sich vorstellen, was Harlem sein könnte, ohne dabei aus den Augen zu verlieren, wie die Realität alles durchkreuzt.
Die New-York-Trilogie
Die New-York-Trilogie hat dem amerikanischen Schriftsteller Paul Auster international zum Durchbruch verholfen. Sie besteht aus den Romanen Stadt aus Glas (City of Glass, 1985), Schlagschatten (Ghosts, 1986) und Hinter verschlossenen Türen (The Locked Room, 1987).
Land of Men
Ein Buch über das Erwachsenwerden in der von Männern dominierten Literaturwelt der neunziger Jahre in New York. Memoiren von Adrienne Miller, der ersten weibliche Literaturredakteurin von Esquire und enger Vertrauten von David Foster Wallace.