Niki Pilić
Nikola „Niki“ Pilić (1939–2025) war Tennisspieler und einer der einflussreichsten Tennistrainer Europas. Als einer der „Handsome Eight“ gehörte er zu den Pionieren des professionellen Tennis. 1968 erreichte er Weltranglistenplatz 6, stand 1967 im Halbfinale von Wimbledon und 1973 im Finale der French Open. Gemeinsam mit Pierre Barthès gewann er 1970 die Doppelkonkurrenz der US Open.
Als Trainer und Teamchef gewann Pilić mit drei Nationen den Davis Cup: mit Deutschland 1988, 1989 und 1993, mit Kroatien 2005 und als Berater des serbischen Siegerteams 2010. In seiner Tennisakademie bei München förderte er zudem den jungen Novak Djokovic, der ihn später als seinen „Tennisvater und Mentor“ bezeichnete. Genauigkeit, Pünktlichkeit und Disziplin brachten Pilić den Spitznamen „der Preuße vom Balkan“ ein.
Der Idiot
Als Fürst Myschkin nach langem Aufenthalt in einem Sanatorium auf der Rückfahrt nach Sankt Petersburg die Bekanntschaft des Kaufmanns Rogoshin macht, ahnt er nicht, wie schicksalhaft diese Begegnung für ihn sein soll.
Der Roman ist sehr old school, aber das bin ich auch. 1963 war ich das erste Mal in Sankt Petersburg, dann zum zweiten Mal 45 Jahre später, 2009. Der optische Unterschied war immens, die Fassaden waren bei meinem zweiten Besuch viel schöner und wahrscheinlich dem Stadtbild, das Lew Myschkin bei seiner Rückkehr erwartete, ähnlicher als zu dem der UdSSR. Manche Städte altern besser als andere; bei Sankt Petersburg (vormals Petrograd und Leningrad) bleibt der Blick auf das Wasser und die Weite, die Brücken und das Licht, und alles ist so zeitlos und unvergänglich wie Dostojewskis Sätze.